Das Thema Panoramabilder möchte ich heute vertiefen. Als Einstieg habe ich ein Bild vom Blautopf gewählt, damit ihr einen Eindruck bekommt (auf das Bild klicken):
Zum Erstellen der Bilder ist Hardware, Software und Erfahrung notwendig – wen wunderts! Die erste Erfahrung mit Panoramen haben bestimmt einige mit der vom Hersteller mitgelieferten Software und der vertikalen Anordnung mehrerer Bilder. Bestimmt wurde bei den ersten Bildern auch die Automatik nicht deaktiviert und die Bilder haben unterschiedliche Belichtungen – da kann die beste Software nicht mehr viel draus machen…
Profis verwenden ein Stativ, einen Nodaladapter, eine Stitchingsoftware und vielen Stunden am PC. Doch der Reihe nach! Ein Stativ ist dringend zu empfehlen – es ist schwer beim Schwenken in einer Ebene zu bleiben, wie man bei einem meiner ersten Panorama sehen kann
Das Ergebnis in Originalgröße (14 MB – Achtung Jpeg2000!!).
Ein Nodaladapter wird benötigt, da das Zentrum der Rotation nicht der Fotosensor, sondern die Eintrittslinise des Objektivs ist. Die Befestigung der Kameras liegt jedoch auf der Ebene des Sensors. Dies kann zu Problemen beim Zusammenfügen der Bilder geben. Einzeilige Panoramen gehen noch ohne Nodaladapter und gelingen sogar “von Hand” – man muss nur eben den “Verlust” einkalkulieren, der beim Absacken entsteht. Siehe Beispiel oben. Bei mehrzeiligen Panoramen geht es jedoch nicht mehr ohne den Nodaladapter. Diese sind sehr teuer – ab 250€ ist man dabei. Es gibt Tüftler, die sich einen Adapter selbst bauen – beeindruckend!
Tja und letztendlich müssen die Bilder zusammengefügt werden. Über das Open-Source Programm Hugin habe ich bereits letztes Jahr geschrieben. Das Programm hat sich seitdem verbessert und ist in der Bedienung wesentlich einfacher. Bei schwierigen Übergängen muss der Benutzer die Kontrollpunkte manuell setzen.
Größere Panoramen – sogenannte Gigapixelbilder – können eigentlich nur noch mit speziellen Geräten erstellt werden, da mit einem sauberen Übergang die Rechenzeit sinkt. Ein Beispiel dafür ist das Produkt Gigapan. Das Entstehen eines Gigapixelbilds beschreibt Uwe Mayer in seinem Blog.
Bei der Suche zum Thema ist mir die Seite von Volker Uhl aufgefallen, in der er seinen persönlichen Workflow beschreibt – samt Erfahrungen.
Eine umfangreiche Linksammlung eignet sich zum Studium an einem verregneten Wochenende – Suchtgefahr inklusive!
Abschließend noch ein Link auf eine Seite, die Panoramabilder und HDR verbindet. Dort findet der Besucher eine Liste mit Tools und Tutorials. Und als Schmankerls die Anleitung zum Bau eines Panobots – quasi ein Gigapan für den kleinen Geldbeutel.









