NAS steht für “network attached storage“, d.h. ein Speicher, der im Netzwerk zur Verfügung steht. In einem Heimnetzwerk somit allen angeschlossenen Geräten, wie PCs, Festplattenrekorder, Webradios etc.
Seit ein paar Jahren ist dazu ein D-Link DNS-323 im Einsatz. Ausgestattet mit zwei Festplatten und einem Gigabit-Netzwerk, war es dann doch mehr als Backup im Einsatz. Grund: die Schreib- und Lesegeschwindigkeit war mit 20-30 MB/s nicht schnell.
Nach einiger Zeit waren auch die eingesetzten 500GB-Festplatten voll und dann kam die Frage: “Was nun?”. Klar, eine 2TB-Platte war inzwischen preisgünstig, aber wie geht der Wechsel? Erst alle Daten auf PC kopieren, anschließend die Festplatten wechseln und die gesamten Daten zurückkopieren? Das dauert ganz schön lange, geht aber nicht anders.
In der zwischenzeit habe ich eine Video (empfehlenswert!!) von dem Dateisystem ZFS gesehen und war begeistert. Grund: es ermöglicht Snapshots vom Dateisystem anzulegen, neue Festplatten können einem sogenannten Pool hinzugefügt werden, d.h. sind die vorhandenen Festplatten voll, werden neue hinzugefügt.
Um ZFS einzusetzen gibt es drei Möglichkeiten: mit OpenSolaris, mit FreeBSD und mit Linux. Bei Linux ist es momentan schwer einsetzbar, da die Lizenzbedingungen beider Produkte nicht kompatibel sind, d.h. hier ist sehr viel Handarbeit notwendig. OpenSolaris ist auf Grund veränderter ShareHolder-Bedingungen nicht mehr so richtig “open”. Dann bleibt noch FreeBSD übrig
In der Distribution von FeeBSD ist bereits ZFS vorhanden und kann mit wenigen Befehlen eingerichtet werden. Aus diesen und weiteren Grüden haben einige Entwickler ein NAS-Betriebssystem namens FreeNAS entwickelt. Es lässt sich mit einer WebGUI sehr elegant konfigurieren und administrieren.
Somit waren die Voraussetzungen für ein Nachfolger-NAS gegeben und ein “alter” PC diente als Ausgangsbasis. Das Projekt ist aber noch nicht abgeschlossen, was weiter unten dargestellt wird.
Mir war auf Grund von Recherchen klar, dass ZFS Ressourcen benötigt. Einerseits viel Speicher und eine schnelle CPU, da für alle Datenblöcke Prüfsummen berechnet werden (siehe Video). Der “alter” Rechner müsste aber ausreichen: AMD Athlon 64 X2 4600 mit 2 GB auf einem Asus-Board mit 6-SATA II Ports. Aus dem D-LINK standen zwei 2TB-Platten zur Verfügung – nun fehlte noch eine Platte für das geplante RAID5 und eine SSD für das Betriebssystem.
Das Betriebbsystem war sehr schnell installiert, da keine grafische Oberfläche notwendig ist. Die komplette Konfiguration erfolgte nur über WebGUI.
Zuerst die Festplatten einfügen:

Anschließend einen virtuelles Gerät anlegen (hier wird RAID5 festgelegt):

Nun erfolgt die Benennung eines Datenpools:

Damit Windows auf den Datenpool zugreifen kann, wird CIFS/SMB benötigt (dazu ist SAMBA in FreeNAS bereits enthalten).

Das Einrichten eine Freigabe schliesst die FreeNAS-Konfiguration ab:

Nun steht ein NAS mit der Freigabe zur Verfügung!
Jetzt kommt die spannende Frage: Wie schnell ist nun das System? Dazu eine große Datei auf das NAS geschoben und … “Was? Nur 30 MB/s?”
Fortsetzung mit Lösung folgt …